How to: Raspberry Pi 3 als Download Station mit JDownloader 2

Raspberry Pi 2 oder Raspberry Pi 3 mit JDownloader 2 als ultimative Downloadlösung für Filme, Serien und was man sonst so herunterladen möchte…

Wer kennt das Problem nicht, man ist auf Arbeit und will am Abend die neusten Serien oder Filme schauen und diese dazu aus den beliebten Mediatheken laden. Also einen Online-Videorekorder nutzen den man am besten via Smartphone oder Webbrowser steuern und füttern kann. Ich selber war Jahre lang auf der Suche nach etwas einfachem und stabilem. Das auch noch für mich als „semi“-Profi zu bedienen ist.

Meine Lösung:

Raspberry Pi 3 bzw. 2 mit JDownloader 2
Alles remote gesteuert über diverse Tools. Das ganze bekommt ihr in unter 2 Stunden mit meiner Anleitung eingerichtet!

Was brauchen wir dazu?

Einen Raspberry PI 3:
Ich empfehle hier das Starterpaket. Man kann aus 2 Paketen wählen, ich hab damals gleich das „Complete Package“ genommen. Da hat man alles was man benötigt. Ihr bekommt alles bei Amazon aus einer Hand und der Preis ist fair. Schaut euch das ganze hier an.
Da ich an meinem PC keinen Card-Reader habe musste ich mir noch ein Adapter für die SD Card kaufen. Kostet nicht viel ist aber sehr hilfreich und brauch man immer mal wieder. Eine große Auswahl findet Ihr hier. Ich hab da aber einfach was Billiges gekauft.

Eine Mobile/USB Festplatte:
Hier sollte man unbedingt darauf achten, dass die Festplatte ein Netzteil hat. Ich habe eine 2.0 TB WD Elements im Einsatz. Gut und günstig und läuft ohne Probleme. Ihr könnt natürlich auch jede andere Festplatte nehmen. Die WD Elements gibt’s auch bei Amazon zu kaufen, siehe hier.

Einen Monitor mit HDMI-Anschluss:
Den hat vermutlich schon jeder zuhause :-). Ich als Hobby-Battelfield-4-Zocker habe mir vor einiger Zeit den EIZO Gaming Monitor geholt. Der ist echt klasse.

Eine Netzwerkkabel, USB-Tastatur und Maus:
OK ohne Worte :-)! Wer noch keine hat kauft direkt hier eine.

Die Grundlagen

Der Raspberry Pi Minicomputer bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten und es gibt für diese Gerät diverses Zubehör. Ich habe mich für eine einfache Variante entschieden. Wer das Komplettpaket bestellt hat der bekommt alles was man braucht. Damit man mit dem Gerät klar kommt, sollte man Basiswissen haben wie man Linux über die Shell bedient und dort die entsprechenden Tools (nano etc.) benutzen kann.

Der Zusammenbau

Ist das Paket eingetroffen, klebt man erst mal die Kühlrippen auf die dafür vorgesehen Stellen. Schaut, dass ihr das gut hin bekommt, es darf keine Verbindungen zu anderen Teilen geben. Danach packt man den Raspberry ins Gehäuse. Auch hier vorsichtig arbeiten, ich hab die Erfahrung gemacht, dass es nicht ganz einfach ist die Platine sauber in das Gehäuse zu bekommen.

2015-05-14 13.26.03 2015-05-14 13.26.28

Danach steckt man, HDMI-Kabel, Netzwerkkabel, Maus und Tastatur an.
Den Anschluss an den Strom sparen wir uns bis das System läuft.

Die erste Installation

Image erstellen und starten

Zuerst stecken wir die mitgelieferte SD-Karte in den Card-Reader und laden uns dann das Programm Win32DiskImager herunter. Das Programm auf dem PC installieren und starten.

Parallel dazu laden wir uns das Raspbian Betriebssystem hier herunter. Auf der Website nach unten scrollen bis zum Punkt „RASPBIAN“ oder den direkten Download-Link: http://downloads.raspberrypi.org/raspbian_latest benutzen.
Das File entpacken und dann wie folgt vorgehen:

1. Win32DiskImager starten.
2. Image-File das gerade entpackt wurde auswählen.
3. Laufwerksbuchstabe der SD-Karte auswählen.
4. Dann "write" klicken und warten.
5. Fertig!

DiskImager

VORSICHT: Bei der Auswahl des DEVICE, das Programm killt alles was sich hinter dem Laufwerksbuchstaben befindet. Also nicht gerade die [C:\]-Partition auswählen :-)!

Nachdem wir das Image auf die SD-Karte gebracht haben nehmen wir diese aus dem PC und stecken sie in den Raspberry.
Dann stöpseln wir den Strom an und der Raspberry fährt hoch.
Das ganze sieht kryptisch aus und endet irgendwann in der Eingabe-Aufforderung des Raspberry.

Login Benutzer: pi
Login Passwort: raspberry

Damit haben wir den ersten Schritt erledigt. Jetzt richten wir das System nach unseren Wünschen ein.

Das Einrichten des Grundgerüsts

Tastatur, Overklocking usw.

Wir stellen jetzt das Tastatur Layout um und machen noch einige weitere nützliche Eingaben das wird das System ans Netz bekommen. Folgt einfach den Eingaben hier nachdem ihr Euch mit den oben angegebenen Zugangsdaten im System angemeldet habt.
Hinweis: Wenn Ihre noch ein falsches Tastaturlayout habt, der „-“ findet sich in der amerikanischen/englischen Tastatur auf der Taste für „ß“.

sudo raspi-config

Dann 1. "Expand Filesystem" auswählen - fertig.

Dann 2. "Change User Password" auswählen und dem Systemuser ein neues Passwort geben. Schreibt es euch auf sicherheitshalber mal auf.

Dann 4. "Internationalisation Options" auswählen
Dann I1 auswählen und in der Liste "de_de.UTF8" auswählen und auch die Standorteinstellung so auswählen das es passt.

Dann 4. "Internationalisation Options" auswählen
Dann I2 auswählen und Eure Zeitzone wählen.

Dann 4. "Internationalisation Options" auswählen
Dann I3 auswählen.

Dann 7. "Overclocking" auswählen. Hier wählen wir "Medium" mit 900MHz damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

Dann 8. "Advanced options" auswählen
Dann A2 auswählen und dem System einen Namen geben. Bitte beachtet die Auswahl an möglichen Zeichen. Mein System heißt "downloader".

Dann 8. "Advanced options" auswählen
Dann A4 "SSH" auswählen und "enabled" (einschalten) stellen.

Die Basics sind nun eingestellt. Nun sollte unsere Tastatur auch richtig funktionieren.

Netzwerkadresse, DNS-Server, SSH-Zugang

Dann geben wir über die command line die folgenden Schritte aus:

sudo su

Damit sollten wir als „root“ arbeiten können.

Jetzt geben wir unserem System eine IP-Adresse, DNS-Server Daten usw.

nano /etc/network/interfaces

Dann öffnet sich der Editor nano und wir können die Netzwerkkonfiguration festlegen.
Hinweis: Wir geben dem Raspberry eine feste IP damit wir nachher immer wissen wo er sich befindet. Das macht das ganze einfacher wenn wir den Raspberry von außen erreichen wollen. In meinem Netzwerk ist das die „192.168.0.5“

iface eth0 inet dhcp

wird zu

iface eth0 inet static

dann direkt darunter:

iface eth0 inet static
    address 192.168.0.5
    netmask 255.255.255.0
    gateway 192.168.0.1
    dns-nameserver 192.168.0.1

Hinweis: Hier müsst ihr natürlich eure Daten eintragen! Wer seinen DNS-Server nicht kennt kann auch den von Google (8.8.8.8) eintragen. Das Gateway ist meist die IP-Adresse eurer Fritz!Box.

Dann speichern wir über STRG-X und YES das ganze ab.

/etc/init.d/networking restart

Startet den Dienst neu und wir sollten nun auch Kontakt zur „Außenwelt“ haben.

Testen könnt ihr das über:

ping www.spiegel.de

Wenn dann sowas raus kommt passt alles:

PING www.spiegel.de (62.138.116.3) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 62.138.116.3: icmp_req=1 ttl=245 time=25.9 ms
64 bytes from 62.138.116.3: icmp_req=2 ttl=245 time=25.5 ms
64 bytes from 62.138.116.3: icmp_req=3 ttl=245 time=25.2 ms
64 bytes from 62.138.116.3: icmp_req=4 ttl=245 time=25.2 ms

Abbrechen mit STRG-C.

Nun müssen wir das System updaten, damit wir den neusten Stand haben.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Mögliche Fragen mit „Yes“ bestätigen.

Damit wir nicht immer Tastatur und Monitor benötigen werden wir uns jetzt einen SSH Zugang legen damit wir den Raspberry von überall steuern können.

apt-get install openssh-server

Im Zweifel ist der schon installiert. Dann geht’s gleich hier weiter:

nano /etc/ssh/sshd_config

Die SSHD-Konfiguration muss folgende Werte aufweisen:

RSAAuthentification yes
PubkeyAuthentification yes
AuthorizedKeysFile %h/.ssh/authorized_keys

Hierbei achtet bitte besonders darauf, dass die # vor dem „AuthorizedKeysFile“ weg ist. Dann speichern („STRG-X“ und „Yes“) und den Dienst neu starten:

/etc/init.d/ssh restart
reboot

Nun startet der Raspberry neu, und wir können weiter machen.

SSH-Keys, Putty-gen und Putty

Zum Test loggen wir uns mit „pi“ und dem neuen Passwort ein.
Klappt alles können wir uns wieder ausloggen („exit“) und den Monitor und die Tastatur abklemmen.

Jetzt gehen wir an den PC und erstellen uns einen Privat- und Public-Key damit wir uns später die Eingabe des Passwortes sparen können.

Dazu benötigen wir:

a) das Programm „putty“. (Download hier)

b) das Programm „putty-gen“ (Download hier)

Jetzt bauen wir eine Verbindung zum Raspberry via Putty auf.

Dazu tragen wir bei Host Name „pi@192.168.0.5“ ein. Bzw. das was unsere vorher gewählte IP Adresse war. Und speichern das ganze. Dann klicken wir „open“ und müssten dann nach einmaligem bestätigen des SSH-Keys auf einem Bildschirm landen der ungefähr so aussieht.

putty1

putty2

Jetzt können wir das Passwort eingeben und sind mit dem Raspberry verbunden.

Bitte gebt nun folgendes ein:

mkdir ~/.ssh
nano ~/.ssh/authorized_keys

Nun erstellen wir einen Schlüssel damit wir uns das Passwort schenken können.

Dazu starten wir putty-gen und stellen unten den Radio-Button auf „SSH-2 RSA“ und drücken „Generate“. Dann bewegt Ihr die Maus etwas bis der Balken grün ist.
Danach kann man unter „Key-Passphrase“ ein Passwort für den Schlüssel anlegen. Das sollte man sich tunlichst merken.

puttygen

Danach speichern wir durch Drücken der Buttons einmal den Public-Key und einmal den Privat-Key ab.

Jetzt öffnen wir mit einem Text-Editor Programm (ich benutze da Notepad ++) die Public Key Datei und löschen die Zeilenumbrüche heraus.

public-key1

public-key2

Nun kopieren wir den einzeiligen Key in die Zwischenablage. Das Public-Key-Dokument bitte nicht speichern.
Die Zwischenablage fügen wir im Terminal in die eben geöffneten Datei „authorized_keys“ ein. Vor dem einfügen schreiben wir noch „ssh-rsa“ an den Anfang der Datei.
HINWEIS: Das ganze führen wir nicht als „root“ aus, sondern als „pi“!

ssh-1

Speichern wieder mit STRG-X und Yes.

Dann führen wir die folgenden Befehle aus:

chmod 700 ~/.ssh
chmod 600 ~/.ssh/authorized_keys

Nun starten wir den Raspberry neu.

sudo su
reboot

Wir wählen nun im Putty die Privat-Key-Datei aus und speichern das ganze ab.

putty3

So können wir beim nächsten mal über „Load“ und „Open“ ganz ohne Passwort mit dem Raspberry Kontakt aufnehmen.

Damit sind wir schon einen riesigen Schritt weiter.

VNC-Server und Client

Als nächstes werden wir einen VNC Server installieren um den Raspberry und damit auch den JDownloader 2 über die Ferne mit grafischer Oberfläche steuern zu können.

Dazu installieren wir „tightvnc“ auf dem Raspberry und richten diesen als Systemdienst ein, sodass er bei jedem Neustart gleich verfügbar ist.

sudo apt-get install tightvncserver

Mit dem Befehl

tightvncserver

starten wir den VNC Server und vergeben ein Passwort. Das kann maximal 8 Stellen haben. Optional kann man noch ein „view-only“-Passwort vergeben, das brauchen wir aber nicht. Als sicheres Passwort empfehle ich ein generiertes über den Passwort Generator von https://strongpasswordgenerator.com/.

Jetzt killen wir den Prozess wieder:

vncserver -kill :1

Und erstellen ein Startskript (danke an Jan Karres, von dem ich das Skript „geliehen“ habe):

sudo nano /etc/init.d/vncboot

mit folgendem Inhalt:

### BEGIN INIT INFO
# Provides: vncserver
# Required-Start: networking
# Required-Stop:
# Default-Start: 2 3 4 5
# Default-Stop: 0 1 6
# Short-Description: Starts VNC
# Description:
### END INIT INFO

export USER='pi'

eval cd ~$USER

# Check state
case "$1" in
  start)
    su $USER -c '/usr/bin/vncserver :1 -geometry 1280x720 -depth 24'
    echo "Starting vncserver for $USER"
  ;;
  stop)
    pkill Xtightvnc
    echo "vncserver stopped"
  ;;
  *)
    echo "Usage: /etc/init.d/vncboot {start|stop}"
    exit 1
  ;;
esac

exit 0

Speichern mit STRG-X und Yes.

sudo chmod 755 /etc/init.d/vncboot
sudo update-rc.d vncboot defaults

Damit ist der VNC-Server auch eingerichtet. Testen kann man das ganze mit:

tightvncserver

Dann Laden wir uns einen VNC Client für Windows herunter und Starten diesen nach der Installation auf dem PC. Dort geben wir folgendes ein:

tightvnc

Über „Connect“ und das vorher eingegeben Passwort sollte es nun eine Verbindung zum Raspberry geben.

Falls ihr das VNC Passwort einmal ändern wollt geht das in der Console mit:

vncpasswd

Damit steht mal unser Grundgerüst. Ich mache dann an der Stelle immer nochmal ein Update der Server Software:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

USB-Festplatte anschließen

Als nächstes binden wir die USB-Festplatte ein wir nennen diese „usbdrive„. Ihr könnt die natürlich beliebig benennen. Wichtig ist, dass ihr die Platte vorher an einem Windows PC auf „exFAT“ formatiert habt und das sie komplett leer ist. Ich habe deshalb exFAT gewählt weil es uns ermöglicht die Platte auch wieder an einen PC anzuschließen und es eine gute Schreib/Lese-Performance hat. Den Bericht dazu finde ich leider nicht mehr :-(.

HINWEIS: Die Platte noch nicht anstecken und den Strom auch nicht verbinden.

sudo apt-get install ntfs-3g hfsutils hfsprogs exfat-fuse
sudo mkdir /media/usbdrive
sudo blkid -o list -w /dev/null

Jetzt stecken wir erst das Festplatten USB Kabel in den Raspberry und dann den Strom an die Festplatte. Nun führen wir den Befehl nochmals aus.

sudo blkid -o list -w /dev/null

Und sehen, dass ein Medium hinzugekommen ist. Das ganze sieht ungefähr so aus:

usb-drive

Hier heißt die Platte „/dev/sda1“ und hat die UUID „C***-E***“

Wir mounten die Platte nun:
(Bitte passt eure Parameter daran an)

sudo mount -t exfat -o utf8,uid=pi,gid=pi,noatime /dev/sda1 /media/usbdrive

Mit dem Befehl:

df -h

können wir prüfen ob sie ordentlich gemountet wurde.

usb-drive2

Nun richten wir das System so ein, dass die Platte beim Neustart wieder gemoutet wird.

sudo nano -w /etc/fstab

Dann ganz am Ende der Datei folgendes einfügen:

UUID=*EURE-UUID* /media/usbdrive/ exfat utf8,uid=pi,gid=pi,noatime 0

Dann wieder speichern mit STRG-X und Yes.

Aktuelles System als Image speichern

Da wir uns sehr viel Arbeit gemacht haben, sichern wir uns nun den aktuellen Stand des Servers als Image, damit können wir jederzeit wieder auf diesen Stand zurück.

sudo su
shutdown -h now

Damit schläft der Raspberry ein und nach dem er „unten“ ist, nehmt die SD-Karte aus dem Slot und steckt sie in euren Card-Reader. Bitte achtet drauf, dass Ihr die Karte auf „lock“ stellt, damit sie nicht ausversehen gelöscht wird.

Nun starten wir wieder den Win32DiskImager und wählen bei Device den Laufwerksbuchstaben aus auf dem die SD-Karte liegt. Dann wählen wir einen Dateinamen aus, z.B. „C:/mein_raspberry_image.img“ und drücken dann auf „read“. Nun erstellt das Programm ein Image mit dem wir später wieder das System herstellen können.

Ist das erledigt: SD-Karte auf „unlock“ und dann legen wir die SD-Karte wieder in den Raspberry und fahren ihn durch anstecken des Stroms hoch.

Installation JDownloader 2

Jetzt installieren wir den JDownloader 2.

Dazu benötigen wir das Java SDK da der JD2 in Java entwickelt wurde.

sudo apt-get update 
sudo apt-get install oracle-java7-jdk
sudo apt-get install p7zip-full
mkdir /home/pi/.jd2
cd /home/pi/.jd2
wget http://installer.jdownloader.org/JDownloader.jar
chown -R pi:pi /home/pi/.jd2

Jetzt legen wir noch eine Desktop-Verknüpfung an:

nano /home/pi/Desktop/jDownloader2.desktop

In diese Datei kopieren wir folgendes:

[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Name=jDownloader2
Comment=jDownloader2
Exec=bash -c "java -jar /home/pi/.jd2/JDownloader.jar"
Icon=/home/pi/.jd2/jDownloader.png
Type=Application
Categories=GTK;Utility;

Speichern mit STRG-X und Yes.

chmod +x /home/pi/Desktop/jDownloader2.desktop
wget -O/home/pi/.jd2/jDownloader.png http://jdownloader.org/_media/knowledge/wiki/jdownloader.png

Damit machen wir die Datei ausführbar und holen uns noch das Fav-Icon dazu.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Nun starten wir den VNC-Client auf dem PC und sehen ungefähr so etwas:

vnc-start

Nun Doppelklick auf die Verknüpfung und das System updaten lassen.

Dann könnt Ihr den JDownloader 2 konfigurieren.

Ich empfehle eine Registrierung bei http://my.jdownloader.org/ und dann auch die Installation der App für iPhone oder Android. Nach dem einloggen auf der Plattform und dem Verbinden zum JDownloader könnt Ihr das System wunderbar auch ohne VNC steuern. Ich benutze den VNC-Zugang um ab und zu nach dem „rechten“ zu sehen.

Raspberry von außen erreichbar machen

Damit ihr auch von Unterwegs jederzeit auf den Raspberry kommt empfehle ich euch eine Portweiterleitung in der Fritz!Box. Einmal für den Port 22 (SSH) und einmal für den Port 5901 (VNC-Verbindung). Vorher solltet Ihr Euch einen DynDNS-Namen einrichten. Geht dazu auf: www.noip.com und meldet Euch an. Dort unter „Add Host“ das Formular ausfüllen.

noip

Dann geht Ihr in Eure Fritz!Box und richtet den Zugang ein.

fritzbox1

Dann noch das Port Forwarding:

fritzbox1fritzbox2

Fertig!

Weiterführende Links:
„Standard Image zum herunterladen“

TO DOs: „Automatische Start-Skripte“ und „MyDownloader genauer erklären“.

Viel Spaß wünscht euch

„Supersonic“

 

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17 thoughts on “How to: Raspberry Pi 3 als Download Station mit JDownloader 2”

  1. Sehr tolle Anleitung, werde ich nachher mal ausprobieren.

    Wofür nutzt Du die externe HDD?

    Ich möchte gerne die Downloads direkt auf mein NAS laden und dann entpacken. Wie binde ich dann das NAS ein und 7Zip?

    1. Ich habe Nutze die Festplatte dann einfach durch umstecken direkt an meinem PC. Dadurch spart sich das rumkopieren über Netz, weil ich kein zentrales NAS habe. Das wäre in meinem netz sehr langsam.

  2. Hey! Erstmal vielen Dank für die Anleitung. Damit konnte selbst ich der eigentlich keine Ahnung von Linux hat einen schönen kleinen Download Rechner aufsetzen.

    Leider habe ich ein relativ großes Problem. Nach einer Weile meldet mir JDownloader immer Invalid download directory. Und die Festplatte wird nach noch einer weiteren Weile nicht mehr erkannt. Als Laie wirkt das auf mich so als würde sich die Platte von selbst entmounten. Als HInweis ich benutze eine 2,5Zoll HDD ohne eigenes Netzteil und musste dazu den Strom Output der USB Ports erhöhen.

    Fällt vielleicht jemandem ein Fix für das Problem ein? Ich habe die Schritte wie oben beschrieben alle befolgt. Und generell geht es auch. Aber die Ausfälle treten doch sehr häufig auf.

    Und noch eine Frage: Ist es normal dass er mich beim Mounten immer noch mal nach dem Passwort fragt? Theoretisch sollte er durch den einen Step die Platte doch schon beim Booten mounten, oder?

    Ich wäre um jeden Tipp dankbar.

    1. Hallo Dex

      Die Festplatte wird vermutlich in den Ruhezustand gesetzt und ist dann nicht mehr verfügbar. Ich habe direkt eine mit Netzteil, und mir ist das damit noch nie passiert.
      Schau mal hier, das (http://www.htpcguides.com/spin-down-and-manage-hard-drive-power-on-raspberry-pi/) könnte dir helfen wenn du dafür sorgst das sie nicht „einschläft“. Ansonsten empfehle ich dringend eine mit Netzteil, die kosten ja nix mehr die Dinger…

      NAch was für einem Passwort fragt er denn? Vermutlich ist die Platte mit einem PWD geschützt das man nach einiger Zeit aktualisieren muss. Das könnte dein obiges Problem erklären.

      1. Hallo supersonic,

        besten Dank für die schnelle Antwort.

        Leider hat das mein Problem nicht behoben. Ich habe probiert mit hd-idle den sleeptimer auszuschalten. Was aber nur dazu geführt hat dass die Platte jetzt im Prinzip gar nicht mehr erkannt wird. Also naja, das ist auch wieder falsch. Sie taucht auf. Ich kann auch Ordner darauf öffnen. Aber kann keinerlei Dateien sehen oder erstellen. Und jDownloader meint auch immernoch „Invalid download directory“. Dann habe ich hd-idle wieder deaktiviert. Aber trotzdem lässt er noch keinen richtigen Zugriff auf die Platte mehr zu.
        Ich verstehe gar nix mehr.

        Wenn ich oben links auf den Pfeil klicke zeigt er mir meine Platte auch an. Aber wie gesagt ich kann nicht darauf zugreifen.

        Das mit dem Passwort, ist das Benutzerkennwort von dem Benutzer „pi“. Weil er da immer zwischendrin gemeint hat dass zum mounten das Passwort gebraucht wird.

        Hmm ich probiere das Ganze jetzt nochmal mit einer Platte mit Netzteil. Mal sehen ob das eine Änderung bringt, oder ich irgendwas anderes falsch gemacht habe.

        Trotz alledem, nochmal vielen Dank für deine Antwort. Sollte sich noch was ändern melde ich mich noch mal.

    1. einfach über die grafische oberfläche einloggen und die verknüpfung klicken.
      du kannsta uch über den datei manager den JD suchen und dann anklicken.

  3. Hallo,

    Danke für die tolle Anleitung.
    Ich habe allerdings ein paar Fragen. Ich hoffe du kannst helfen.

    1. Benötigt man eigentlich wirklich den private und Public key beim ssh? Mich stört es nicht mit Putty und anschließend das Passwort eintippen.

    2. Kann ich auch einen VPN Client laufen lassen ? Ich nutze z.b. Incloak. Dieser Dienst sollte doch auch automatisch startbar sein im rasp oder ?

    3. ich persönlich mag IPv6 nicht wie schalte ich IPv6 dauerhaft im raspberry aus?

    Vielen Dank für deine Hilfe und das tolle Turorial!

  4. Klasse Tutorial!! :)
    Kleine Anmerkung noch zu Java:
    der JD2 ist zwar in Java geschrieben, deswegen braucht man aber nicht das SDK(Software Development Kit) um diesen zu betreiben, eine normale JRE(Java Runtime Environment) reicht vollkommen aus. Das spart etwas Speicherplatz und die JRE kann genauso von Oracle bezogen werden. Und debuggen will man JD2 auf dem PI sicher eh nicht…

    1. Danke für den Hinweis! Habe noch anderes Zeugs drauf laufen darum ist das bei mir drauf. Aber werde das Tutorial demnächst mal anpassen.

  5. Gute Guide, habe so mein JDownloader seit mittlerweile einem Monat so betrieben. Aber kann es sein dass seit dem Update am 22. November JDownloader nur noch sehr langsam funktioniert? Bekomme am PC vom uploaded.to die volle Bandbreite, am Pi nur 70kb/s.

    1. Hi, bei mir läuft alles Problemlos. Bitte starte mal die Kiste neu bzw. Installiere den JD von Grund auf. Manchmal ist der nicht ganz konsistent.

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